Wir sind
für Sie da! 01/76 76 176
Für Wien. Für Mensch und Tier.
Über ebswien
Ob Fundtier, verstorbenes Haustier oder tierische Nebenprodukte: Der Tierservice sorgt für eine fachgerechte Übernahme und weitere Behandlung – sicher, hygienisch und zuverlässig. Darüber hinaus stehen wir der Stadt Wien im Seuchenfall als kompetenter Partner zur Seite.
Verstorbene Haustiere
Wir kümmern uns darum.
Verstorbene Haustiere holen wir direkt ab oder übernehmen sie an unserem Standort.
Tierische Nebenprodukte
Hygienisch und gesetzeskonform.
Wir sorgen für den sicheren Umgang mit tierischen Nebenprodukten und unterbrechen mögliche Infektionsketten.
Einsatz im Seuchenfall
Bereit, wenn es darauf ankommt.
Im Ernstfall unterstützen wir die Veterinärbehörden nach dem Notfallplan der Stadt Wien.
Tierisch unterwegs
Service für verstorbene Haustiere
Die Abholung oder Übernahme verstorbener Haustiere zählt zu den Kernaufgaben der ebswien kläranlage & tierservice. Unsere Mitarbeiter sind täglich in ganz Wien unterwegs. Wir kommen zu Ihnen nach Hause und holen Ihren verstorbenen Liebling im Zuge einer Sammeltour ab.
- Kostenlos für alle Wiener*innen
- Abholung im Regelfall binnen 24 Stunden nach Verständigung
- Telefon: 01 76 76 176
- Geschäftszeiten: Mo-Do 7:30-16:00 Uhr / Fr 7:00-13:00 Uhr
- Journaldienst: Wochenenden und Feiertage 7:00-11:00 Uhr
Verstorbene Tiere können auch selbst gebracht werden: Alberner Hafenzufahrtsstraße 8, 1110 Wien. Außerhalb der Öffnungszeiten stehen Einrichtungen im Einfahrtsbereich zur Verfügung.
Hinweis für Hunde-Besitzer*innen: Wenn Sie eine Bestätigung zur Abmeldung von der Hundeabgabe benötigen, ist die Abgabe des Tieres nur während unserer Geschäftszeiten sinnvoll.
Tierisch hygienisch
Abholung tierischer Nebenprodukte
Als veterinärbehördlich zugelassener Betrieb übernimmt die ebswien die fachgerechte Abholung von Materialien tierischer Herkunft aus fleischverarbeitenden Betrieben wie Fleischresten, Knochenresten und Fleischabfällen.
Die Verwertung der in Wien gesammelten Produkte besorgt unsere Vertragspartnerin, die TKV Burgenland in Unterfrauenhaid, in einer modernen Anlage mittels Drucksterilisationsverfahren.
Tierische Nebenprodukte können bei der Verbreitung von Tierseuchen eine bedeutende Rolle spielen. Ihre gesetzeskonforme Behandlung macht Krankheitserreger unschädlich, unterbricht mögliche Infektionsketten und schützt die Gesundheit von Tier und Mensch.
Wir beraten Sie gerne zu unserem Leistungsangebot.
Übernahme
Sichere Abholung vor Ort mit modernen Spezialfahrzeugen.
Drucksterilisation
Zertifizierte, gesetzeskonforme und biologische Aufbereitung.
Gesundheitsschutz
Effiziente Prävention und Unterbrechung von Infektionsketten.
Tierisch im Einsatz
Bereit im Seuchenfall
Seuchen wie Vogelgrippe, Tollwut oder BSE betreffen nicht nur Tiere, sondern können auch für den Menschen gefährlich sein. Aufgrund des hohen Hygienestandards, zu dessen Sicherung wir durch unsere Arbeit beitragen, sind dies in Wien nur sehr selten auftretende Ereignisse. Gänzlich auszuschließen sind sie aber, etwa durch das Einschleppen von Erregern aus Drittländern, nie. Im Falle des Seuchenalarms sind wir sofort einsatzbereit, um unsere Aufgaben gemäß dem Notfallplan der Stadt Wien in enger Abstimmung mit den Veterinärbehörden zu übernehmen.
Sicherer Transport
Verstorbene Tiere werden rasch, hygienisch gekapselt und fachgerecht abtransportiert.
Quarantäne
Seuchenverdächtige Proben und Tiere können unter höchsten biologischen Sperren gehalten werden.
24/7 vorbereitet
Regelmäßige Schulungen und Übungen sichern die sofortige Einsatzbereitschaft unserer Krisenteams.
Sicher und gesetzeskonform
Rechtliche Grundlagen
Tiermaterialiengesetz (TMG) & EU-Verordnung 1774/2002 regeln die strengen nationalen Entsorgungs- und Hygienestandards.
Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 (ersetzt 1774/2002 seit 4. März 2011) definiert präzise Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte Produkte.
Durchführungsverordnung VO (EU) Nr. 142/2011 und Änderungen gemäß Verordnung (EU) Nr. 294/2013 bestimmen die praktischen Verfahrensketten.
Klassifizierung in drei Risikokategorien:
Achtung Pflicht: Erzeuger tierischer Nebenprodukte sind gemäß Tiermaterialiengesetz verpflichtet, diese unverzüglich an einen zugelassenen Betrieb abzuliefern und eine rechtsgültige Vereinbarung abzuschließen.
Vermissen Sie Ihr Haustier?
Gefunden in Wien
Immer wieder werden Haustiere in Wien tot aufgefunden. Um Tierhalter*innen Gewissheit zu geben, stellt die ebswien eine aktuelle Übersicht bereit.
Bitte beachten Sie: Aus rechtlichen Gründen dürfen wir das tote Tier nicht an die Eigentümerin oder den Eigentümer zurückgeben. Nur eine Weitergabe an behördlich zugelassene Betriebe – wie zum Beispiel an ein Tierkrematorium oder einen Tierfriedhof – ist uns gestattet. Für Fragen erreichen Sie uns während unserer Öffnungszeiten unter der Telefonnummer 01 7676176 oder per E-Mail unter tierservice@ebswien.at.
Aktuell gefundene Tiere
Hauskatze, grau
Papagei, Bauch grün, Rücken schwarz
Hauskatze, schwarz-hellbraun
Von der Wasenmeisterei zum modernen Tierservice
Eine lange Geschichte im Dienst Wiens
Entdecken Sie interessante Fakten rund um Wasser und Abwasser – und erfahren Sie, was Sie selbst zum Schutz unserer Umwelt beitragen können.
Verlegung der Wiener Wasenmeisterei vom Gelände des Zentralfriedhofs nach Kaiserebersdorf, damals noch eine selbstständige Gemeinde
der Thermochemischen Fabrik zur Gewinnung von Fettstoffen und Erzeugung von Leim aus Schlachthausabfällen und gefallenen Tieren. Die Stadt Wien ist Eigentümerin der Fabrik, der Betrieb wird verpachtet.
der „Gesellschaft zum Betrieb der städtischen Wasenmeisterei und Thermochemischen Fabrik in Wien“. Die Stadt Wien übernimmt im Jahr 1919 mit 60 Prozent die Mehrheit daran, Minderheitsgesellschafter ist der Pächter der Fabrik, Ferdinand Wambacher.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wird der Pächter (Dipl.-)Ing. Hermann Wambacher aus der Gesellschaft hinausgedrängt. Das neue Regime ist mit dem Output der wenig später als „kriegswichtig“ eingestuften Fabrik nicht zufrieden. Die Prozessunterlagen zu dem Vorgang haben sich leider nicht erhalten. Wambacher erhielt eine Entschädigung.
in „Tierkörperverwertung und Thermochemische Fabrik Gesellschaft m.b.H.“ Im Jahr 1944 wird die Fabrik durch Bombentreffer erheblich beschädigt.
der Verarbeitung des tierischen Materials am Standort, die ab sofort in Partnerbetrieben erfolgt. Das Unternehmen konzentriert sich ausschließlich auf die Sammlung tierischer Materialien.
in „Tierkörperbeseitigung Wien“
Die Entsorgungsbetriebe Simmering (EbS) übernehmen von der Wiener Holding.
auf ebswien tierkörperbeseitigung Ges.m.b.H. Nfg KG
auf ebswien tierservice Ges.m.b.H. Nfg KG
an die bisherige ebswien hauptkläranlage Ges.m.b.H., das Gesamt-Unternehmen firmiert nun unter ebswien kläranlage & tierservice Ges.m.b.H.
Von der Wasenmeisterei zum modernen Tierservice
Geschichten der Wasenmeisterei
Entdecken Sie interessante Fakten rund um Wasser und Abwasser – und erfahren Sie, was Sie selbst zum Schutz unserer Umwelt beitragen können.
Die Anfänge der Wasenmeisterei
Die Wiener Wasenmeisterei bis ins 19. Jahrhundert
Bereits im 15. Jahrhundert belegen die Wiener Stadtrechnungen Ausgaben für das Wegschaffen von Tierkadavern und das Erschlagen streunender Hunde. Spätestens seit dem zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts war die Wasenmeisterei mit dem Amt des Scharfrichters verbunden. Die Stadt stellte Aasgruben, Gebäude und eine Unterkunft bereit, während die Entlohnung gering blieb. Der Lebensunterhalt sollte vor allem durch den Verkauf von Häuten, Horn und tierischem Fett gesichert werden.
Eine Aufgabe im Wandel
Vom Scharfrichteramt zur thermochemischen Fabrik
Mit der Justizreform Mitte des 19. Jahrhunderts verlor die Stadt die Zuständigkeit für den Scharfrichter. Johann Georg Hoffmann blieb jedoch bis zu seinem Tod 1865 zugleich städtischer Wasenmeister. Das angespannte Verhältnis zu seinem Sohn und Erben führte 1873 zu dessen Entlassung. Zugleich wollte Wien die Tradition der Aasgruben beenden und die Verwertung von Tierkadavern wirtschaftlicher gestalten. Nach längeren Diskussionen entschied man sich für den Bau einer „Thermochemischen Fabrik“ auf dem heutigen Gelände der ebswien.
Ein außergewöhnlicher Fund
Unser schwerster Fall –
ein Wal
Seit 1878 ist die Wiener Wasenmeisterei, die heute von der ebswien betrieben wird, an ihrem aktuellen Standort in Kaiserebersdorf angesiedelt. Jetzt tauchte in den Archiven ihr bis dato schwerster Fall auf – ein Wal.
Und zwar ein echtes „Prachtexemplar“, wie der Leiter der zoologischen Abteilung des k.k. naturhistorischen Hofmuseums, Dr. Franz Steindachner, bemerkte. Er wollte das Skelett des Finnwal-Männchens der Sammlung des jüngst eröffneten Museums an der Wiener Ringstraße einverleiben. Im Wiener Wasenmeister Johann Logar, Pächter der städtischen Wasenmeisterei und Thermochemischen Fabrik, fand er einen Verbündeten. Denn dieser brauchte einen Experten, der ihm half, die in seinem Besitz befindlichen Walknochen wieder zu einem Skelett zusammenzubauen, das er in der Saison 1890 im Prater zur Schau stellen wollte – gegen Eintritt versteht sich.
Doch wie war der Wiener Wasenmeister zu den Wal-Knochen gekommen? Blenden wir zurück: Am 30. Dezember 1888 strandet ein Wal am Barritskov-Strand im Vejle-Fjord im südlichen Jütland in Dänemark. Es handelt sich um ein ausgewachsenes Finnwal-Männchen mit einer Länge von 19 Metern und einem Gewicht von rund 60 Tonnen. Zunächst an Ort und Stelle ausgestellt, „übersiedelt“ der Wal anschließend nach Kopenhagen. Die Ausstellung des riesigen Meeresbewohners ist ein solcher Erfolg, dass internationale Investoren auf sie aufmerksam werden. Sie planen eine Tour durch europäische Städte, die bei der Weltausstellung in Paris enden sollte.
Gestank: Magistrat zieht Notbremse
Zunächst geht die Wal-Schaustellung aber nach Berlin, wo sie zehntausende Interessierte anlockt. Der Wal-Kadaver hat bereits deutlich gelitten, den Verwesungsspuren rückt der berühmte Tierpräparator Jean Wickersheimer im wahrsten Sinne des Wortes „zu Leibe“: Er pumpt den Wal mit der unter anderem aus der hochgiftigen Arsensäure bestehenden nach ihm benannten „Wickersheimschen Lösung“ voll. Nach zwei Monaten in Berlin gelangt der auf den Namen „Jonas“ getaufte Wal mit dem Zug nach Wien, wo das „Meerungethüm aus dem Kattegat“ ab 5. Mai 1889 im Prater zur Schau gestellt wird. Die hohen Temperaturen setzen dem stattlichen Fleischberg enorm zu, bald hagelt es Beschwerden von Prater-Gastronomen und ihren Gästen. Der Wiener Magistrat erteilt zunächst Auflagen zur Geruchsbekämpfung und lässt die Ausstellung weiterlaufen. Doch Mitte Juni reißt den Behörden der Geduldsfaden: Sie verfügen den Abtransport des stinkenden Kadavers zur Entsorgung in der Wasenmeisterei in Kaiserebersdorf.
Jonas kommt ins Museum
Und so kommt der Wiener Wasenmeister zum nach wie vor schwersten Fall der Firmengeschichte und nach der Entfernung aller Fleischreste zu den Knochen des Wander-Wals. Der Zoologe Steindachner hilft, sie wieder richtig zusammenzusetzen, nach Einholung der Genehmigung durch den Magistrat kann Johann Logar die Überreste von Jonas im Prater ausstellen. Sein Pech: Das Skelett lockt weit weniger Besucherinnen und Besucher an, als der Wiener Wasenmeister erwartet hat. Und so wird die Schaustellung schon nach wenigen Wochen abgebrochen. Vereinbarungsgemäß gelangen die Knochen von Jonas danach in das k.k. naturhistorische Hofmuseum. Im Naturhistorischen Museum, seinem Nachfolger, kann Jonas übrigens noch heute besucht werden. Wirbel, Rippen und Flossen sind – feinsäuberlich nummeriert – im „Wal-Keller“ untergebracht. Öffentlich zugänglich sind seine Unterkiefer: Sie bilden den beeindruckenden Torbogen des Saales XXXV.
Sie benötigen den Tierservice?
Wir sind für Sie da
Hier finden Sie die wichtigsten Kontaktmöglichkeiten und Informationen zur Abholung bzw. Übernahme.
Telefon
+43 1 76 76 176
tierservice@ebswien.at
Servicezeiten
Mo–Do: 7:30–16:00 Uhr, Fr: 7:00–13:00 Uhr.
Wochenende & Feiertage Journaldienst: 7:00–11:00 Uhr.
Gut erreichbar
- Alberner Hafenzufahrtsstraße 8, 1110 Wien
-
Öffentlich: Bus 76A oder 79A, Haltestelle Margetinstraße
Außerhalb der Öffnungszeiten stehen Einwurfeinrichtungen bereit. - Für öffentliche Sicherheitsdienste und Blaulichtorganisationen sind wir durchgehend telefonisch erreichbar.